• Michaela Kühn

Die Schulungsunterlagen im Remote Seminar

Reflexion 4: Zitat eines Kollegen:"Remote mag ich nicht so gerne, denn da musst Du Dich enorm vorbereiten." Ich war dann schon ein wenig sprachlos, denn gut vorbereiten muss ich mich doch immer, oder? Ich muss verschiedene Tonarten und Dynamiken abrufen können. Vom lasst-uns-langsam-das-Thema-entdecken bis und-nun-Butter-bei-de-Fische muss alles vorhanden sein. Ich muss mich schnell umstellen und anpassen können und von meinem unsichtbaren Kanban Board die richtige Karte ziehen. Angemeldet waren Anfänger, vor mir sitzen gestandene Projektmanager, alles schon passiert. Anders als im Präsenzseminar muss ich im Remote Seminar meine Toolbox bereit haben. Hier kann ich nicht einfach mal schnell eine Diskussion starten und wenn ich es dennoch versuche, dann ist das oftmals ziemlich müssig. Ich habe beobachtet, dass Menschen nicht so gerne remote diskutieren, sondern eher konzentriert arbeiten wollen.


Das Fotoprotokoll danach


Mein Fotoprotokoll, also das Ergebnis am Ende des Projektes, habe ich mit viel Liebe und Kreativität vorbereitet, also nicht einfach nur unscharfe Bilder in einen Ordner geworfen, sondern mit Struktur und Verweisen auf die Seminarunterlage, zugeschnitten und liebevoll präsentiert. Meine Hoffnung war immer, dass das auch angesehen wird. Haben wollten es alle, doch dann? Über mein Fotoprotokoll habe ich keine Kontrolle mehr, wenn ich es aus der Hand gegeben habe.


Anders meine visuellen Werkzeuge ( Remote-seminare-vorbereiten ). Über die habe ich Kontrolle. Ich kann sie erweitern, verbessern, kombinieren. Das gleiche bei meinen Unterlagen. Ob animiert oder ohne Animationen. Ich kann meine individuelle Note anbringen.

Mein Alleinstellungsmerkmal ist die Visualisierung. Das bedeutet, ich entwickle mit den Teilnehmern das Thema und begleite es durch Doodles, Merksätze, Skizzen und anderen Formen der Visualisierung. Bei dieser Arbeitsweise ist in Vorort Seminaren mein Skript immer zu kurz gekommen. Eine Seminarunterlage oder besser meine Seminarunterlage war textlastig. Also etwas, um später noch einmal nachlesen zu können. Vollgepackt mit vielen Informationen.


Die Seminarunterlage


Jetzt habe ich Unterlagen gebaut, die meinen ästhetischen Anspruch erfüllen und ich arbeite mit diesen permanent. Denn für steht das Thema im Vordergrund und nicht mein Gesicht. Ich möchte weiterhin Geschichten erzählen, spannende Dialoge führen und das verwöhnte Auge meines Seminarbesuchers überraschen. Die meisten erwarten textlastige, lange und langweilige Folien; so wie sie es gewohnt sind. Mein Überraschungseffekt: anders als andere.


Seminarunterlagen können sich im Remoteumfeld sehr schnell ändern und anpassen, denn ich bin nicht mehr von einem Druck abhängig. Auf Wunsch einer Gruppe habe ich eine meiner Unterlagen interaktiv aufgebaut, d. h., ein beschreibbares PDF mit geschützten Textfeldern. Informationen, die noch nicht in der Unterlage waren, können eingebaut werden. Das bedeutet, ich brauche keine Monsterausgabe mit 200 Seiten, von denen ich nur ein paar bespreche. Ich kann mit einer schlanken Unterlage anfangen und erweitere diese bei Bedarf und sofort verteilen. Das ist doch ein pragmatischer, agiler Ansatz, oder?


Nachdem ich dann auch verstanden habe, wie ich ein IPAD mit Zoom oder MS Teams verbinden kann, kann ich zusätzlich auch noch live zeichnen. Das macht dann allen besonders viel Spaß.


In diesem Sinne

Bleiben Sie gesund und neugierig Ihre Michaela Kühn

Reflexion 1: Gruppenarbeit vs. Breakout Rooms

Reflexion 2: Take Aways in Vorort versus Remote Veranstaltungen

Reflexion 3: Remote Seminare Vorbereiten



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